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Mietrendite berechnen: Brutto, Netto und Kaufpreisfaktor
Die Mietrendite ist die erste Kennzahl jeder Kapitalanlage-Immobilie — und die am häufigsten geschönte. Dieser Rechner zeigt beide Wahrheiten: die schnelle Brutto-Mietrendite und die ehrlichere Netto-Variante inklusive Kaufnebenkosten und nicht umlagefähiger Kosten.
Tipp: Trage die nicht umlagefähigen Kosten ein — erst dann zeigt die Netto-Mietrendite, was nach Bewirtschaftung wirklich übrig bleibt.
Modellrechnung – keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Die Brutto-Mietrendite wird hier als Brutto-Anfangsrendite auf den Kaufpreis berechnet; Finanzierung, Steuern und Wertentwicklung bleiben bewusst außen vor — dafür gibt es die Modellrechnung.
Die drei Kennzahlen im Rechner
Brutto-Mietrendite — Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Die Zahl aus jedem Exposé und Portal-Inserat: schnell vergleichbar, aber sie ignoriert Kaufnebenkosten und laufende Kosten. Als Brutto-Anfangsrendite beschreibt sie den Zustand am Tag des Kaufs, nicht die Entwicklung danach.
Netto-Mietrendite — hier fließen zwei Korrekturen ein: Im Nenner steht der Gesamtaufwand inklusive Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten (je nach Bundesland 5,5 bis 8,5 Prozent — Details im Kaufnebenkosten-Rechner), im Zähler die Kaltmiete abzüglich der Kosten, die du nicht auf den Mieter umlegen kannst: WEG-Verwaltung, Sondereigentumsverwaltung, Zuführung zur Instandhaltungsrücklage.
Kaufpreisfaktor — Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete: wie viele Jahresmieten kostet das Objekt? Die Profi-Vergleichszahl zwischen Städten und Objekten; Faktor 20 entspricht 5 Prozent Brutto-Mietrendite, Faktor 25 entspricht 4 Prozent.
Warum die Anfangsrendite nur der Anfang ist
Zwei Objekte mit identischer Mietrendite können sich über zehn Jahre völlig unterschiedlich entwickeln: Mietwachstum, Leerstandsrisiko, Instandhaltung, Zinsbindung und AfA-Effekte entscheiden, was am Ende wirklich ankommt. Eine statische Prozentzahl sieht davon nichts.
Die timmo Modellrechnung simuliert deshalb den vollen Jahres-Verlauf über bis zu 30 Jahre: Cashflow vor und nach Steuern, Tilgung, Anschluss-Finanzierung, Renovierungs-Events, Mietentwicklung und Leerstand — mit denselben Kaufnebenkosten-Sätzen wie in diesem Rechner, automatisch für das Bundesland des Objekts. Alles als unverbindliche Modellrechnung auf Basis deiner Angaben — keine Steuer-, Finanz- oder Anlageberatung.
Brutto vs. Netto an einem Beispiel
Eine Wohnung in Sachsen für 250.000 Euro, Kaltmiete 900 Euro im Monat, 120 Euro nicht umlagefähige Kosten: Die Brutto-Mietrendite liegt bei 4,32 Prozent (10.800 ÷ 250.000). Rechnet man die sächsischen Kaufnebenkosten von rund 7,5 Prozent in den Aufwand und zieht die 1.440 Euro Jahres-Kosten von der Miete ab, bleiben als Netto-Mietrendite etwa 3,48 Prozent (9.360 ÷ 268.750). Fast ein Prozentpunkt Unterschied — bei gleicher Wohnung, nur ehrlicher gerechnet.
Häufige Fragen zur Mietrendite
Wie berechnet man die Mietrendite?
Was ist eine gute Mietrendite?
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Mietrendite?
Was sagt der Kaufpreisfaktor aus?
Warum fehlt die Finanzierung in dieser Rechnung?
Welche Kosten sind nicht auf den Mieter umlagefähig?
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