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AfA-Rechner: Was schreibt deine vermietete Immobilie jährlich ab?

Bei einer vermieteten Kapitalanlage-Immobilie mindert die Gebäude-Abschreibung Jahr für Jahr die Vermietungseinkünfte, ohne dass Geld fließt. Berechne in Sekunden Satz und Betrag — nach Baujahr und Gebäudeanteil.

AfA-Rechner (Gebäude-AfA · optional Restnutzungsdauer)
Nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben — der Bodenanteil nicht. Anteil unbekannt? Zum Schnellcheck →
Kürzere Restnutzungsdauer (Jahre, optional)

Weist ein Sachverständigen-Gutachten eine kürzere Restnutzungsdauer nach als die gesetzlichen 40/50 Jahre, ist ein höherer jährlicher AfA-Satz möglich (§ 7 Abs. 4 Satz 2 EStG). Ob das Finanzamt das Gutachten anerkennt, ist Einzelfall — allgemeine Information, keine Steuerberatung.

AfA-Satz
2,0 %
lineare AfA, ~50 Jahre
Jährliche AfA
4.000 €
auf Basis Kaufpreis, ohne Anschaffungsnebenkosten
Monatlich
333 €
rechnerisch, zur Einordnung
Gebäudeanteil (80 %)200.000 €
Bodenanteil (nicht abschreibbar)50.000 €

Modellrechnung – keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Der Rechner zeigt die lineare Gebäude-AfA nach § 7 Abs. 4 EStG als allgemeine Information — keine Steuerberatung. Er rechnet bewusst nur mit dem Kaufpreis: Anschaffungsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch) erhöhen die Bemessungsgrundlage anteilig zusätzlich. Maßgeblich ist die tatsächliche Kaufpreisaufteilung (Kaufvertrag bzw. BMF-Arbeitshilfe). Das Restnutzungsdauer-Szenario setzt ein anerkanntes Sachverständigen-Gutachten voraus (§ 7 Abs. 4 Satz 2 EStG); Denkmal-AfA und degressive Neubau-AfA klärt dein Steuerberater.

Die drei linearen AfA-Sätze für Wohngebäude

2,5 Prozent — Baujahr vor 1925. Altbauten werden über 40 Jahre abgeschrieben. Der höhere Satz macht Gründerzeit- und Jugendstil-Objekte steuerlich attraktiver, als viele erwarten.

2,0 Prozent — Baujahr 1925 bis 2022. Der Standardfall für Bestandswohnungen: 50 Jahre Abschreibungsdauer. Wichtig: Die Uhr beginnt bei deinem Kauf neu — du schreibst deine eigenen Anschaffungskosten ab, unabhängig davon, wie lange der Vorbesitzer schon abgeschrieben hat.

3,0 Prozent — Fertigstellung ab 2023. Für Neubauten gilt seit 2023 ein linearer Satz von 3,0 Prozent (rund 33 Jahre, § 7 Abs. 4 EStG). Zusammen mit der befristeten degressiven AfA (§ 7 Abs. 5a EStG) oder der Sonder-AfA für Mietwohnungsneubau kann ein Neubau in den ersten Jahren steuerlich deutlich stärker wirken — solche Szenarien gehören in eine vollständige Modellrechnung und ins Gespräch mit dem Steuerberater.

Gebäudeanteil: die unterschätzte Stellschraube

Abgeschrieben wird nur das Gebäude, nie der Boden. Bei 250.000 Euro Kaufpreis machen 10 Prozentpunkte Unterschied im Gebäudeanteil (70 statt 80 Prozent) rund 500 Euro AfA pro Jahr aus — über 50 Jahre ein fünfstelliger Betrag an Werbungskosten. Enthält der Kaufvertrag eine realistische Aufteilung, legt das Finanzamt sie grundsätzlich zugrunde; sonst teilt es selbst auf, häufig mit der BMF-Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung (kostenloses Excel-Tool des Bundesfinanzministeriums mit Boden­richt­wert und Verkehrswert). Wie sie rechnet und wo dein Gebäudeanteil ungefähr liegt, zeigt der Schnellcheck Kaufpreisaufteilung.

Auch die Kaufnebenkosten wirken mit: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten zählen anteilig zur AfA-Bemessungsgrundlage (siehe Kaufnebenkosten-Rechner). Dieser Rechner hier bleibt bewusst beim Kaufpreis — die vollständige Rechnung inklusive Nebenkosten, Steuersatz und Jahres-Verlauf übernimmt die Modellrechnung.

Restnutzungsdauer-Gutachten: mehr AfA in kürzerer Zeit

Die linearen Sätze unterstellen eine Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren. Weist ein Sachverständigen-Gutachten für dein Gebäude jedoch eine kürzere tatsächliche Restnutzungsdauer nach, darfst du über diese kürzere Dauer abschreiben — mit einem höheren jährlichen Satz. Rechtsgrundlage ist § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG, den der Bundesfinanzhof bestätigt hat.

Ein Rechenbeispiel: Bei 200.000 Euro Gebäudewert bringt der Standardsatz von 2,0 Prozent rund 4.000 Euro AfA pro Jahr. Weist ein Gutachten eine Restnutzungsdauer von 30 Jahren nach, steigt der Satz auf 3,33 Prozent — rund 6.667 Euro pro Jahr. Das Restnutzungsdauer-Feld im Rechner oben spielt genau dieses Szenario durch.

Voraussetzung ist ein Gutachten, das das Finanzamt anerkennt; nicht jede Immobilie eignet sich, und der höheren AfA stehen die Kosten des Gutachtens gegenüber. Ob ein Gutachten für dein Objekt in Frage kommt und anerkannt wird, klärt dein Steuerberater — das hier ist allgemeine Information, keine Steuerberatung.

Von der AfA zum Cashflow nach Steuern

Die AfA entfaltet ihren Wert erst im Zusammenspiel: mit deinem Grenzsteuersatz, den Schuldzinsen, den nicht umlagefähigen Kosten und der Mietentwicklung. Die timmo Modellrechnung simuliert genau das über bis zu 30 Jahre — Cashflow vor und nach Steuern, AfA-Szenarien (vor 1925, nach 1925, Sonder-AfA), Tilgung, Anschluss-Finanzierung und Renovierungs-Events. Unverbindliche Modellrechnung auf Basis deiner Angaben — sie ersetzt keine Steuer-, Finanz- oder Rechtsberatung.

Häufige Fragen zur AfA

Was ist die AfA bei Immobilien?
AfA steht für „Absetzung für Abnutzung" — die steuerliche Abschreibung des Gebäudes. Bei vermieteten Immobilien darfst du jedes Jahr einen festen Prozentsatz des Gebäudewerts als Werbungskosten von den Vermietungseinkünften abziehen, ohne dass dafür Geld fließt. Abgeschrieben wird nur der Gebäudeanteil des Kaufpreises — der Bodenanteil nutzt sich steuerlich nicht ab. Bei selbstgenutzten Immobilien gibt es keine AfA.
Welcher AfA-Satz gilt für meine Immobilie?
Für Wohngebäude gilt die lineare AfA nach § 7 Abs. 4 EStG: 2,5 Prozent pro Jahr bei Baujahr vor 1925, 2,0 Prozent bei Baujahr 1925 bis 2022 und 3,0 Prozent bei Fertigstellung ab 2023 (§ 7 Abs. 4 EStG in der seit 2023 geltenden Fassung). Maßgeblich ist das Baujahr des Gebäudes, nicht das Kaufdatum — auch beim Kauf einer 60 Jahre alten Wohnung beginnen deine 2,0 Prozent neu auf deine Anschaffungskosten.
Wie wird der Gebäudeanteil bestimmt?
Der Kaufpreis wird auf Gebäude und Boden aufgeteilt — nur der Gebäudeanteil ist abschreibbar. Enthält der notarielle Kaufvertrag eine realistische Aufteilung, legt das Finanzamt sie nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs grundsätzlich zugrunde; fehlt sie, teilt das Finanzamt selbst auf — häufig mit der Arbeitshilfe des Bundesfinanzministeriums zur Kaufpreisaufteilung. In Großstädten mit hohen Bodenrichtwerten fällt der Gebäudeanteil oft niedriger aus als die verbreitete 80/20-Faustregel. Die Aufteilung im Einzelfall gehört in die Hand deines Steuerberaters.
Zählen die Kaufnebenkosten zur AfA-Bemessungsgrundlage?
Ja, anteilig: Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten des Erwerbs sind Anschaffungsnebenkosten und werden im Verhältnis der Kaufpreisaufteilung auf Gebäude und Boden verteilt. Der Gebäudeanteil erhöht die AfA-Bemessungsgrundlage. Kosten der Finanzierung (z. B. Grundschuldbestellung) gehören dagegen nicht dazu — sie sind sofort abziehbare Werbungskosten.
Wie wirkt die AfA steuerlich?
Die AfA ist ein Abzug bei den Werbungskosten: Sie mindert die Einkünfte aus Vermietung, ohne dass dafür Geld fließt. Wie stark sich das auf die Steuer auswirkt, hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz und von den übrigen Einkünften ab — das Finanzamt entscheidet im Bescheid. Die timmo Modellrechnung setzt dafür den von dir angegebenen Steuersatz an und zeigt den Cashflow vor und nach Steuern — als unverbindliche Modellrechnung, nicht als Steuerberatung.
Gibt es höhere Abschreibungen als die lineare AfA?
Ja, in Sonderfällen: Baudenkmale können über die Denkmal-AfA (§§ 7h, 7i EStG) Sanierungskosten deutlich schneller abschreiben. Für neu gebaute Mietwohnungen gibt es befristet die degressive AfA von 5 Prozent (§ 7 Abs. 5a EStG, Wachstumschancengesetz — Baubeginn Oktober 2023 bis September 2029) sowie unter Voraussetzungen die Sonder-AfA für Mietwohnungsneubau (§ 7b EStG). Bei nachweislich kürzerer Restnutzungsdauer ist auch ein höherer linearer Satz möglich. Ob ein Sonderfall auf dich zutrifft, klärt dein Steuerberater — die timmo Modellrechnung kann solche AfA-Szenarien durchspielen.
Wie erhöht ein Restnutzungsdauer-Gutachten die AfA?
Die linearen Sätze unterstellen eine Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren. Weist ein Sachverständigen-Gutachten für dein Gebäude eine kürzere tatsächliche Restnutzungsdauer nach, darfst du nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG über diese kürzere Dauer abschreiben — der jährliche AfA-Satz steigt entsprechend (100 geteilt durch die Restnutzungsdauer in Jahren). Beispiel: 30 Jahre Restnutzungsdauer ergeben 3,33 Prozent statt 2,0 Prozent. Voraussetzung ist ein Gutachten, das das Finanzamt anerkennt; nicht jede Immobilie eignet sich, und der höheren AfA stehen die Kosten des Gutachtens gegenüber. Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung — die konkrete Anerkennung klärt dein Steuerberater.

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Quelle: timmo

Unverbindliche Veranschaulichung, keine Empfehlung, keine Prognose. Verluste und negativer Cashflow sind möglich. Keine Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Für Kapitalanleger fällt keine timmo-Provision an; die Vermittlung übernimmt Johannes Petasch persönlich, der Anbieter zahlt ihm bei erfolgreichem Notarabschluss eine Provision.

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